Konzept für örtliche Energiegemeinschaften in Kollerschlag

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Rainer Martl und Bgm. Ing. Johannes ReschDipl.-Wirt.-Ing. (FH) Rainer Martl und Bgm. Ing. Johannes Resch (Foto: Johannes Resch)

Kollerschlag setzt eigenes Konzept bei örtlichen Energiegemeinschaften um – innovativ, bürgernah und ehrenamtlich

Mit der Energiegemeinschaft „Powernetwork Kollerschlag“ wurde in der Gemeinde ein zukunftsweisendes Modell umgesetzt, das eine optimale Nutzung regional erzeugter Energie ermöglicht. Das gesamte Projekt wird ehrenamtlich organisiert und richtet sich bewusst auch an Haushalte ohne eigene Photovoltaikanlage.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht der wirtschaftliche Nutzen des Vereins, sondern der größtmögliche Vorteil für die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger. Ziel war es, die neue Möglichkeit einer Energiegemeinschaft bestmöglich für Kollerschlag umzusetzen. Daher wurde ein besonderer Weg gewählt: Für jede Trafostation wurde eine eigene lokale Energiegemeinschaft gegründet.

Organisatorisch erfolgt dies über einen Hauptverein und mehrere Zweigvereine – mit dem Vorteil, dass Netzgebühren bestmöglich reduziert und lokal erzeugte Energie besonders effizient genutzt werden kann.

„Wir wollten die Möglichkeit einer Energiegemeinschaft in Kollerschlag von Anfang an so gestalten, dass möglichst viele Menschen davon profitieren können“, erklärt Initiator Martl Rainer, der das Projekt im Rahmen des Digitalisierungsausschusses der Gemeinde ins Leben gerufen hat.

Durch die starke Bürgernähe mit lokalen Ansprechpartnern und kurzen Wegen wird eine besonders niedrige Einstiegshürde geschaffen. So gelingt es auch, Menschen einzubinden, die sich bisher wenig mit Energiethemen auseinandergesetzt haben – insbesondere auch Mieterinnen und Mieter.

„Uns war wichtig, dass wirklich alle Bürgerinnen und Bürger profitieren können – auch Mieterinnen und Mieter oder Haushalte ohne eigene Erzeugung. Durch die persönliche Ansprache und die einfache Struktur erreichen wir auch Menschen, die sich bisher kaum mit Energiethemen beschäftigt haben“, betont Bürgermeister Johannes Resch.

Aufbauend auf der bestehenden Struktur soll das Netzwerk künftig auch für weitere Innovationen genutzt werden, etwa für Speicherlösungen oder die Einbindung von Mobilität.

Kontakt


Bgm. Johannes Resch, E-Mail: resch@kollerschlag.at
GR Rainer Martl, E-Mail: PowerNetwork.Kollerschlag@gmx.at

27.04.2026 00:00