Wenn Felsen Namen tragen - Broschüre online verfügbar

Wenn Felsen Namen tragen

Im Grenzraum von Oberösterreich und Südböhmen finden sich zahlreiche Felsen und Steine mit markanten Namen, Sagen und Überlieferungen. Sie bilden ein gemeinsames Natur- und Kulturerbe, das weit über regionale Grenzen hinausreicht.

Die Böhmische Masse mit ihren Graniten und Gneisen prägt das Mühlviertel ebenso wie den Böhmerwald (Šumava) und den Bayerischen Wald. In diesem uralten Gebirge entstanden eindrucksvolle Schalensteine, Restlinge und Felsburgen, die seit jeher genutzt und mit Bedeutungen aufgeladen wurden.

Die Kulturgeschichte dieser Steine spiegelt den Übergang von vorchristlichen Naturvorstellungen zu christlichen Traditionen wider. Viele alte Kultsteine wurden in christliche Deutungen integriert – durch Kapellen und Kirchen, geweihte Quellen oder die Umdeutung zu sogenannten „Teufelssteinen“.

Aufbauend auf dem Interreg-Projekt BA0300075 (2023), das Steine und Überlieferungen in Oberösterreich und Niederbayern dokumentierte, richtet das vorliegende Projekt SPF-01-026 den Blick auf die Grenzregion Oberösterreich – Südböhmen. Dabei wurden Doppelungen im Mühlviertel weitgehend vermieden; nur in wenigen Fällen, etwa bei Maria Rast, waren grenzüberschreitende Ergänzungen notwendig.

Ziel ist es, die steinernen Natur- und Kulturobjekte dieser Region zu erfassen, ihre geologischen Grundlagen und kulturhistorischen Überlieferungen darzustellen und so das kulturelle Gedächtnis der Landschaft sichtbar zu machen.

Allen, die dieses Projekt mit Hinweisen, Sagen und Bildern unterstützt haben, gilt mein Dank. Möge die Forschung auch nach Abschluss dieses Projekts weitergeführt werden.Logoleiste_INTERREG AT-CZ

Wolfgang Strasser
(Februar 2026)

Broschüre - Wenn Felsen Namen tragen_2026

Broschüre - Wenn Felsen Namen tragen_2023


27.02.2026 00:00